Taranis: Innovative Starkregenbemessung

Grundlage für die Dimensionierung wasserwirtschaftlicher Bauwerke, wie Kanäle oder Rückhaltebecken, ist der Bemessungsniederschlag. Dieser besteht aus einer Niederschlagshöhe, oder -spende, einer Dauer und zeitlichen Verteilung über die angenommene Dauer, die im statistischen Mittel alle 100 oder 1000 Jahre, je nach Dimensionierungsfall, zu erwarten ist. Da die wenigsten Beobachtungsreihen über eine solche Länge verfügen, werden die Werte mit Hilfe von statistischen Verfahren aus kürzeren Reihen gewonnen. In Hinblick auf zunehmende Starkregenereignisse gerade in urbanen Lebensräumen stößt die klassische Methodik jedoch an ihre Grenzen und führt zu einer fehlerhaften Schätzung von Niederschlagshöhen. Die Folge sind fehlerhaft dimensionierte Objekte, die entweder zu groß (d.h. teurer als notwendig) oder zu klein (d.h. nicht funktional) bemessen sind. TARANIS stellt für das gesamte Bundesgebiet Bemessungsniederschläge mit einer räumlichen Auflösung von 5x5 km zu Verfügung. Durch eine aktuelle Datengrundlage, die kontinuierlich aktualisiert wird, sowie eine neue methodische Grundlage bietet TARANIS eine stets aktuelle und verlässliche Information für wasserwirtschaftliche Planungen.

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